Wer hat nicht schon einmal von einer Wohngemeinschaft gehört oder selbst schon in einer solchen Gemeinschaft gelebt? Sicherlich hat schon jeder die Vor- und Nachteile eines solchen Zusammenlebens von anderen Menschen erfahren. Lebt man in einer WG zusammen, so gibt es natürlich einige Regeln, die eingehalten werden müssen. Doch das ist genauso in jeder Familie, denn ohne Regeln kann man nicht zusammen leben.
In der Vergangenheit waren es meistens Wohngemeinschaften von Studenten, da diese nicht so viel Geld zur Verfügung haben, um sich eine eigene Wohnung leisten zu können. Doch der Trend in der heutigen Zeit geht dahin, dass sich die Wohngemeinschaften durch alle Altersgruppen durch ziehen. Immer mehr Menschen in den mittleren Jahren und auch ältere Personen entschließen sich zu einer solchen Form des Zusammenlebens.
Bedenkt man einmal wie es noch vor hundert Jahren war, da haben die Menschen in Großfamilien gelebt. Hier wohnten drei oder sogar vier Generationen unter einem Dach und es gab nur wenig Konflikte untereinander. Nun werden sicher viele sagen, ja das war auch früher, da waren eben noch andere Zeiten, doch so einfach sollte man dieses Thema nicht abtun.
Gerade bei den älteren Menschen erfahren die Wohngemeinschaften den neuen Trend. Denn meistens leben viele ältere Menschen alleine und sie vermissen die sozialen Kontakte zur Außenwelt. Ein gemeinsames Leben bringt viele Vorteile mit sich, man kann die freie Zeit miteinander verbringen und sich über die Probleme des Alltags austauschen. Gemeinsam kann die Gartenarbeit verrichtet werden, denn das lästige Unkraut jäten macht keiner gerne allein. Man kann zusammen das Essen zubereiten und in gemütlicher Runde die Mahlzeit genießen.
Natürlich gibt es auch gemischte Wohngemeinschaften, das heißt, mehrere Generationen haben sich zusammen gefunden und leben alle in einer Wohnung oder man hat ein ganzes Haus, um darin zu wohnen. Diese Art des Zusammenlebens ist besonders für Kinder geeignet, denn sie haben immer einen Ansprechpartner für ihre großen und kleinen Probleme. Des Weiteren ist die Beaufsichtigung der Kinder gewährleistet, wenn die Eltern einmal länger arbeiten müssen oder sich einfach einen Abend in trauter Zweisamkeit gönnen wollen. Somit ist ein Ersatz für Onkel, Tante oder Großeltern immer anwesend.
Natürlich kann man auch gemeinsam einen Grillabend im Garten verleben, hier kann man alle seine persönlichen Probleme besprechen und den einen oder anderen nützlichen Tipp und Ratschlag von den Mitbewohnern bekommen. Weiterhin wird man sich über verschiedene Anschaffungen in der geselligen Runde unterhalten, ob es sich dabei um einen neuen Schrank, einen Tisch, eine Couchgarnitur oder ein Wasserbett handelt, ist ganz egal. Außerdem kommt in dieser Form des Zusammenlebens niemals Langeweile und Einsamkeit auf. Benötigt ein Mitbewohner doch einmal fünf Minuten Ruhe, um sich einfach einmal zu entspannen oder dergleichen mehr, so kann er sich immer in seine eigenen Räumlichkeiten zurück ziehen.
Des Weiteren muss der Einkauf der Lebensmittel geplant werden, wenn man die Mahlzeiten zusammen zubereitet und gemeinsam einnimmt. Hierbei müssen alle Bewohner ihren Teil dazu beitragen, ebenfalls ist darauf zu achten, ob jemand an einer Allergie leidet, denn Allergiker können nicht alle Lebensmittel so ohne weiteres essen. Doch in einer gut funktionierenden Wohngemeinschaft werden in dieser Hinsicht sicher keine Probleme auftreten.
Je gemischter eine Wohngemeinschaft ist, desto interessanter wird sich das Zusammenleben gestalten. Sicher muss man hierbei auch einige Regeln von vorn herein festlegen, doch sollte das bei erwachsenen Menschen, keine Schwierigkeiten darstellen. Wohngemeinschaften können viele Vorzüge aufweisen, ist beispielsweise ein Mitbewohner krank, so wird immer jemand anwesend sein, um ihm einen Tee zu bereiten oder den Gang in die Apotheke zu übernehmen. Auch kann in einem Notfall einmal schnell der Arzt gerufen werden oder man begleitet ihn in die Praxis des Arztes, da der Gesundheitszustand es nicht anders zulässt.
